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Metamorphosen der Liebe / Sacre du printemps

Ein Abend – zwei Choreographien

Metamorphosen der Liebe/SacreZwischen Liebesglück und Liebeskummer liegen Welten, die im ersten Teil des Abends tänzerisch ergründet werden. Schon die alten Griechen kannten die Vielfalt der Liebe, so etwa die selbstlose (Agape), die leidenschaftliche (Eros) oder die gegenseitige (Philia) Liebe. Seit der Antike sind die verschiedenen Gesichter der Liebe das bestimmende Thema unserer abendländischen Zivilisation.

Der Bilder-Reigen zu diesem Thema ist schier unendlich: der Klassiker Mann-Frau, die kaum weniger klassische Dreiecksbeziehung, aber auch das homoerotische Begehren, und das ist noch längst nicht alles … Der Tanz spürt aber auch dem nach, was Liebe aus uns machen kann: Glückselige und Verzweifelte, er ergründet die Welt zwischen Liebesglück und Liebeskummer und schreckt nicht vor der Radikalität der Liebe zurück: sie kann Leben schenken und den Tod bringen. In verschiedenen Bildern gehen die Tänzerinnen und Tänzer den Metamorphosen der Liebe auf den Grund. Dabei tun sich Abgründe auf, in die wir nur schauen können, weil uns der Tanz immer wieder neue Gesichter der Liebe zeigt.

Der zweite Teil des Abends widmet sich Strawinskis Meisterballett „Das Frühlingsopfer“ und wird aus der Sicht folkloristisch geprägter Tanzkunst neu interpretiert. Im Kern geht es um die Irrationalität von Opferkulten als Ausdruck eines barbarischen und menschenunwürdigen Fanatismus.

in der Choreographie von Mia Facchinelli-Šiška steht das dargestellte heidnische Ritual, in dessen Verlauf eine ausgewählte Jungfrau dem Frühlingsgott zur Versöhnung geopfert wird, für das Opfern moralischer und ethischer Werte einer „zivilisierten“ Menschheit. Es übt Kritik an einer Gesellschaft, die unfähig scheint, Mittel gegen ethnische Barbarei und religiöse Auseinandersetzungen zu finden. Und es bedeutet nicht zuletzt auch eine eindringliche Warnung vor dem Niedergang der sorbischen Kultur.

Autoren - Tourneezeitraum - Besetzung

Metarmophosen der Liebe:
Choreographie und Regie : Juraj Šiška
Musik: Detlef Kobjela

Sacre

Idee und Szenario: Wolfgang Rögner
Musik: Igor Strawinski
Choreographie: Mia Facchinelli-Šiška

Tourneezeitraum: nach Vereinbarung, ausgenommen Januar

Programmdauer: ca. 90 Minuten+Pause

Besetzung: Ballett


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