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Presssestimmen - Slawische Tänze

Direkt unter die Haut
Lippstadt. Es ist ein Wandel zwischen zwei Welten. Eben noch gibt sich das Ballett des Sorbischen National-Ensembles Bautzen ganz traditionell. In bunten Kostümen mit kunstvoll gebundenen Kopfschmuck tanzen sie zu polnischen, slowakischen und sorbischen Kompositionen salwische Tänze...Nach der Pause erfolgt der Bruch. In weit fallenden weißen Kleidern mit einem eng anliegenden hautfarbenen Oberteil tanzen sie ausdrucksstark, was die Musik des 1985 geborenen Komponisten Samuel Dalferth unterstreicht...Dass die Aufführung alles anderer als kitschig oder volkstümelnd daher kommt, ist das Verdienst der Balletttänzer...Beeindruckende Leistungen erbringt auch das Orchester mit seinem Dirigenten Dieter Kempe. Fast scheint es, als seien die Musiker ein verlängerter Arm des Ballettensembles. So wie sich ihre Musik mit den Tanzbewegungen verzahnen und sie musikalische weiterführen, geben sie den tänzerischen Darbietungen eine Tiefe, die man so nicht vermuten würde. Emotional packend ist die Interpretation von Dalferths Komposition "Durch die Zeiten"...Kurzum: Die Aufführung des Sorbischen National-Ensembles Bautzen ist absolut überzeugend...
Der Patriot - Lippstädter Zeitung, 25.03.2011, mes

Voller Charme und Leichtigkeit: Flotter Tanz "Durch die Zeiten"
Wolfsburg. So viel Charme, so viel Leichtigkeit, so viel Lebensfreude und so viel Spannung - dem Publikum präsentiert vom Sorbischen National-Ensemble Bautzen am Samstag im Theater. Die Zuschauer wurden zunächst mit ausgelassenen slawischen Tänzen und später mit leidenschaftlichen Emotionen "Durch die Zeiten" geführt...Vor der Pause wurden Geschichten erzählt in aufwändig schönen Trachten von einem dynamischen und technisch hervorragenden Ensemble...Für den zweiten Teil hatte der junge Komponist Samuel Dalferth die Musik, "getragen vom modernen Sound auf sorbisch-slawischen Elementen" (so heißt es im Programmheft), geschrieben. Hier aber schlug Vorsehung, begleitet von einem Schicksalsgeiger, kräftig zu in einer dramatischen Handlung um Liebe, Eifersucht und Tod. Tragödie pur im perfekt gestalteten Tanz. Kräftiger Applaus für die exzellente Tänzerschar und das Orchester unter Leitung von Dieter Kempe.
Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 02.11.2010, km

Einfach perfekt: Tanzend durch die Zeiten
Hameln...Auf dem Programm: slawische Volkstänze im ersten Teil und nach der Pause jene Ballettschöpfung, die den Titel des Tanzabends beisteuerte: "Durch die Zeiten." Hier gelang den Choreografen Kornel Kolembus und Juraj Šiška eine überzeugende Zusammenführung von Ausdruckstanz und, bezüglich der Schrittfolgen und Hebefiguren, Elementen des Volkstanzes...Das Niveau des 18-köpfigen Ensembles prägte auch den ersten Teil des Programms mit slawischen Volkstänzen aufgeführt - hinreißend: der von Stampfen und Klatschen bestimmte sorbische "Nochtener Tanz". Höhepunkt: drei slawische Tänze von Antonín Dvořák, deren musikalische Basis perfekt und klangschön aus dem Orchestergraben tönte: eine großartige Leistung der Musiker, die unter der Leitung von Dieter Kempe keine Wünsche offen ließen.
Leuchtende Farben und abwechslungsreiche, mit Präzision umgesetzte Choreografien vermitteln neben Lebensfreude vor allem auch Einblicke in das jeweilige Brauchtum slawischer Völker und Minderheiten...
Hamelner Zeitung Dewezet, 01.11.2010, Karla Langehein 

Sorbisches Ballett auf neuen Wegen
Visp...Auch in der neuesten Aufführung konnte man wieder die sehr schönen Farben verschiedener sorbischer Trachten bewundern. Die professionellen Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles vollbrachten darin tänzerische Wunder: Tänze, in denen gar die Axt geschwungen oder mit Stöcken Kähne vorangeschoben wurden. Bei diesen virtuosen und schnellen Tänzen drang auch immer wieder das slawische Element mit seinem heftigen Fussstampfen, Pfiffen, rhythmischen und akrobatischen Kunststücken durch...Dass das Ensemble auch durchaus grosse Klassik pflegt, zeigte es in slawischen Tänzen von Antonín Dvořák, in denen bereits weniger farbenfrohe, eher schwarz-weiss gestimmte Kleider getragen wurden. Bereits hier zeigte es sich in feinen Abstufungen, dass das Sorbische National-Ensemble über die Pflege des folkloristischen Faches hinaus auch Neuem offen ist. Noch mehr wurde diese neue Linie deutlich in dem von Samuel Dalderth in Libretto und Musik gestalteten Eifersuchtsdrama "Durch die Zeiten"...Die Darstellung dieser Geschichte, in der ein "Schicksalsgeiger" immer wieder Akzente setzte, verband klassische Tanztechniken mit modernen Ausdrucksformen. Sie war optisch auch recht spektakulär, liess verschiedenen Gruppierungen und immer neue Bilder entstehen, im Maskenball auch das Groteske durchscheinen und verstand es, Musik in räumliches Geschehen umzusetzen...Die ausgeklügelte Lichtregie und damit verbundene musikalische Steigerungen erzeugten zusätzlich Höhepunkte...
Walliser Bote, 26.10.2010, ag

Lebensfrohe slawische Kultur
Reinach...Für einmal tat sich im Saalbau Reinach ein Orchestergraben auf, welcher Platz für das Sorbische Kammerorchester bot. Als ständiger Begleiter der folkloristischen Tänze auf der Bühne interpretierte es ein grosses Spektrum slawischer Komponisten. Wie es der Name bereits verrät, gab der wohl bekannteste tschechische Komponist Antonín Dvořák mit seiner Komposition "Slawische Tänze" den Impuls zum Bühnenprogramm. Was für Dvořák der Schlussel zu seinem Erfolg war, legte auch in der Aufführung des National-Balletts den Grundstein für die Begeisterung des Publikums...Im Kontrast zum lebendigen und farbenfrohen ersten Teil begann der zweite mit einem getragenen Violinsolo...Im Bann der tragischen Geschichte, dargestellt durch den Ausdruckstanz auf der Bühne und getragen durch die modernen slawischen Melodien des Orchesters, erlebte das Publikum eine Zeitreise, die in einem grandiosen musikalischen Finale endete. Die Standing Ovation liess unschwer erkennen, wie beeindruckt das bunt durchmischte Publikum vom hochkarätigen Orchester, den zauberhaften Tänzen und der den Sorben ganz eigenen Kultur war.
Wynentaler Blatt Nr. 84, 26.10.2010, ll

Ein ganz eigener Zauber
Aschaffenburg. In bunter Leichtfüßigkeit stellte das Sorbische National-Ensemble am Mittwochnachmittag in der Stadthalle einen getanzten Bilderbogen mit dem Titel "Durch die Zeiten" vor, welcher Tradition und Moderne in einem quicklebendigen Spannungsbogen verband.
Da wurde gestampft, geklatscht, gepfiffen und geschnalzt und ganze Geschichten erzählt bei diesen Szenen, die im ersten Tail mit ungemein reizvollen Kostümen die Gemeinsamkeit und Unterschiede der Kulturen zwischen den slawischen Nachbarn und den Sorben darstellte. Nach dem temperamentvollen Auftakt, der mit  Charme einführte in die spezifische Darstellungsformen, fegte der "Goralentanz" mit der traditionellen Musik des in der Tatra lebenden Volksstammes und mit Äxten bewaffneten Männern über die Bühne...Besonders zauberhaft zeigten sich die Tänze der sorbischen Gondoliere bei der "Spreewaldfahrt", die in Niederlausitzer Tracht zu silberhell dahinfließender Musik in wechselnden Kahnformationen über die Bühne glitten...Höhepunkt des Programms allerdings war zweifelsohne die getanzte Darstellung eines Dramas (Choreografie Kornel Kolembus / Juraj Šiška), in dem sich eine Frau zwischen zwei Männern sieht und den, den sie heiratet, mit dem, den sie liebt, betrügt...Die Musik (Samuel Dalferth), kraftvoll dirigeirt von Dieter Kempe, steigert sich beim "Junggesellenabschied" und der "Hochzeit" zu einem rauschenden Fest. Geige und dumpfe Trommel indes geben den bösen Ahnungen Raum, welche bei der "Weinlese" und dem "Maskenball" musikalisch und choreographisch bis zur Ekstase gesteigert werden...
Der Main-Echo, 01.10.2010, Anneliese Euler

Tanzen bis in die Moderne
Fellbach. Ein Fest für die Sinne feierte das Sorbische National-Ensemble...Im ersten Teil des Abends domonierten farbenfroh gestaltete Trachten das Geschehen. Das Ballett zeigte sich da ganz der Tradition verpflichtet und bot mit dem Sorbischen Kammerorchester einen hörens- und sehenswerten Ausflug in die Lebenswelt der in der Lausitz beheimateten Volksgruppe. Einen Reiz hatte das Programm folglich auch deshalb, weil das Publikum vom stimmigen Miteinander aus abwechslungsreich choreographierten Tänzen und live musizierter Orchestermusik profitieren konnte.
Neben Polkas und Mazurken setzte das Ballett auch gekonnt eine Auswahl von Dvořáks berühmten "Slawischen Tänzen" in Szene und zeigte sich als eingespieltes Ensemble mit einem hohen Grad an Präzision und Synchronität...Dies galt im Prinzip auch für den zweiten Teil des Abends bei dem die Aufführenden das Tanztheater "Durch die Zeiten" von Samuel Dalferth auf die Bühne brachten. In dem recht durchschaubar gestrickten Plot aus Liebe, Eifersucht und Mord kamen sehr viel stärker schauspielerische und akrobatische Elemente in die Darbietungen...
Fellbacher zeitung, 29.09.2010, Frank Ebert

Hochstehende Kultur aus der Lausitz
Das Sorbische National-Ensemble begeisterte mit seinem Gala-Auftritt im Gemeindezentrum Schwanden. Eine Standing Ovation für das Ballett und Orchester war der Lohn für die 70 Künstler aus Bautzen.
Schwanden...Einzelne Szenen aus dem reichen kulturellen Leben in der Lausitz wurden auf tänzerische Art vorgestellt. Ausgehend von Überlieferungen der traditionellen Feste und Tänze der Sorben, wurde ein herrliches Programm zusammengestellt. Eine Moderatorin vermittelte dem Publikum interessante Hintergründe zur sorbischen Kultur. Sie stellte die schönen Trachten und die aussagekräftigen Tänze vor...
Das farbenfrohe Ballett wurde von einem hervorragenden Orchester begleitet. Traditionelle Tänze, wie Polonaise, Hirtentanz, Gondoliere und eine sorbische Bauernhochzeit sowie die "Slawischen Tänze" aus dem gleichnamigen Werk von Antonín Dvořák begeisterten das Publikum...Im rassigen, zweiten Teil wurde die moderne Lausitz vorgestellt. Die Verbindung von Tradition und Moderne war das Motiv dieser Aufführung...
glarus24.ch, 10.03.2010, ae

Neues Werk begeistert Publikum
...Dalferths Musik gestaltet sich in vielen verschiedenen, miteinander korrespondierenden Ebenen gern über ostinaten Rhythmen. Sie ist in ihrer Dramaturgie Grundlage für die vielgestaltige Choreografie, die durch das Tanzensemble überzeugend Erfüllung fand...Das Tanzensemble und seine Solisten Katarína Prochaźková, Marek Rajzik und Vadym Kovalov überzeugten in ihrer Identifikation mit dem Werk. Die von vielen interessanten Rhythmen getragene Musik kam den Tänzern entgegen. Die Darstellung des "Maskenballs" mit fast artistischen Elementen versprühte durch unbändige Tanzlust in der sehr gelungenen Choreografie Freude sowie die lyrischen Szenen in ihrer innigen Tiefe...Glückwunsch dem Sorbischen National-Ensemble zu dieser Leistung!
Sorbische Abendzeitung, Juli 2009, Dora Gebauer

 

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