deutsch sorbisch
 

KRABAT oder die Erschaffung der Welt

Die Erschaffung der Welt
Schweinfurt. Da hat Wolfgang Rögner, Intendant und Chefdirigent des Sorbischen National-Ensembles Bautzen, schon einen sehr speziellen Cocktail angerührt: Aus Mythen, Märchen, biblischer Schöpfungsgeschichte, Volks- und Ausdruckstanz, Musik aller Stile. Dazu eine Prise Philosophie, Morallehre und der Ruf nach ein bisschen Frieden. Trotzdem oder gerade deshalb wurde Rögners Ballettoper "Krabat oder die Erschaffung der Welt" im Schweinfurter Theater zu einem begeistert beklatschten Erfolg: Zu Recht, denn die mitreißende Spielfreude des Ensembles, die fantasievollen Bilder der Choreografie (Kornel Kolembus und Juraj Šiška), die temperamentvollen sorbischen Volkstänze, die außergewöhnlichen Kostüme (Miroslaw Nowotny) und die geschmeidig-effektvolle Musik des Filmkomponisten Enjott Schneider löschen schnell alle Geschmacksfragen über das servierte Getränk: Süffig war's auf jeden Fall...Und so sehen wir wunderschöne Tanz-Chor-Szenen, wie das "Hexenbrennen", den Grotesktanz der Lurche, das Lebensfreude sprühende Dorffest oder die feierliche Hochzeitszeremonie mit der Brautentführung. Das alles ist mit so viel Liebe, mit spürbarer Begeisterung gemacht - wie auch das aufwändige Programmheft -, dass man "heiter gestimmt das Theater verlässt".
Schweinfurter Tagblatt, 17.06.2009, Manfred Herker
 
Tradition trifft Moderne
Düdingen...Die Kulisse ist schlicht, aber eindrücklich gestaltet. Als Hauptelement der Bühne steht hinten ein zweistöckiges Gerüst, welches mit schwarzem Stoff bespannt ist. Der Chor ist in diesem in Zellen unterteilten Gerüst untergebracht und wird nun sichtbar, wenn die einzelnen Lampen im Gerüst aktiviert werden. Vor dieser Kulisse ist auch die poetisch-tänzerische Umsetzung beeindruckend. Wenn zum Beispiel bei der Erschaffung der Welt langsam Ordnung ins Chaos kommt und wie aus einem Stück Lehm langsam menschliche Gestalt wird - das sind imposante Eindrücke. Als gut integrierter Gegensatz dazu wirken die sorbischen Volkstänze, welche slawische Lebensfreude und Übermut versprühen. Und dazu mit den mit Fantasie und Fleiss erarbeiteten farbenfrohen Kostümen hinterliess die sorbische Kultur einen bleibenden Eindruck in Düdingen.
Freiburger Nachrichten, 07.11.2006, Andreas Hirschi
 
Ein kleiner Bach im Weltmeer
Winterthur...Die Choreographie (Kornel Kolembus und Juraj Šiška) lässt Pantomime, ausdruckshaftes Tanzgeschehen und eigentliche Volkstänze immer wieder raffiniert ineinander übergehen, und in der Vereinigung von Tanzensemble und Chor mündet das Geschehen in Volksszenen, die dem sorbischen Leben in wirbelnder Bewegung und zündendem Gesang huldigen. Zu all dem gibt Enjott Schneiders Komposition, die ein klassisches Orchester mit Elektronik durchsetzt und das Sounddesign des Filmkomponisten, mit archaisierender Chordeklamation und Volkstänze verbindet, die eingängige, aber schön gearbeitete Vorlage für das in allen Bereichen hochkarätige Ensemble...
Der Landbote, 02.11.2006, Herbert Büttiker
 
"Krabat" wurde zu lebendigem Theater
Solingen...Die Musik wurde von einem leidenschaftlich spielenden Orchester intoniert. Der Chor - einzige Singstimmen - mehr als Staffage, kommentierte, sang, agierte, tanzte. Das Ballett mit seinen hervorragenden Solisten bewegte sich in einem phantasievollen mit Lichteffekten angereicherten Bühnenbild von Miroslav Nowotny...Eine Mischung aus nachdenklicher Handlung und Folklore wurde zu einer Einheit, die die Sinne der Zuschauer erfreute, weil Spannung und Lebensfreude gut aufeinander abgestimmt waren. Die Professionalität war ein überzeugendes Gesamtkunstwerk, das den herzlichen Beifall der Zuschauer voll verdiente.
Solinger Tageblatt, 19.06.06, mue
 
Die Erschaffung der Welt
Sagengestalt Krabat als Held einer sorbischen Ballettoper
Bergisch Gladbach... Der überaus präsente Chor in metallisch glänzenden Kapuzengewändern erschien teils schemenhaft und statisch in einem Fachwerkgerüst, teils griff er in die Handlung ein und verschmolz mit den Tänzern. Das Ballett, ein Ensemble aus 18 Tänzern und Solisten, präsentierte sich in überordender Spielfreude. Die Truppe tanzte perfekt synchron, mit sinnlicher Ausstrahlung, fesselnd und schwerelos. Sie entwickelten feurige Tanzszenen aus folkloristischen Motiven.
Kölner Stadt-Anzeiger, 11.04.2006, Günter Jeschke
 
Die Schöpfung - tänzerisch und musikalisch umgesetzt
Hameln...In der technisch anspruchsvollen Choreographie finden sich sowohl folkloristische Elemente als auch Aspekte des Modern Dance: verspielte fröhliche Schrittfolgen, die an osteuropäische Kreistänze erinnern, aber auch puristisch strenge Bewegungen des zeitgenössischen Balletts. Die Symbiose dieser beiden Formen ist den Choreographen Juraj Šiška und Kornel Kolembus hervorragend gelungen, in der Inszenierung entwickeln sich ständig originelle neue Bilder...Damit wird das konsequent weitergeführt, was Enjott Schneider musikalisch vorgibt. In seiner Komposition greift er auf folkloristische Motive zurück, ergänzt diese mit modernen Stilelementen und bedient sich auch elektronischer Hilfsmittel, die das Orchester unterstützen. Integriert in das Geschehen ist auch der stimmgewaltige Chor, der nicht nur gesanglich, sondern auch darstellerisch beeindruckt.
DEWEZET, 27.03.2006, Katja Heiniger
 
Ballett-Oper mit brillanten Tänzern
Burgkirchen:...Die Tänzer brillieren mit expressiver Körpersprache, teils in geheimnisvollen Bildern von Urwelten, teils in schönsten Folklore-Reigen, aus dene sich feurige, slawische Tänze entwickeln...
Alt-Neuöttinger Anzeiger, 21.03.06, ge
 
Viel Applaus für "Krabat"
Zofingen...Mit Riesenapplaus wurde das Tanztheater mit seinen etwa 90 Mitwirkenden gefeiert...Der Komponist Enjott Schneider gestaltete eine vielfältige Collage von neuer und ethnologischer Musik, Elektronik, Discorhythmen und eigenwilligen Geräuschen verschiedenste Aussagen...Tragende Vocalrolle hat der Chor, der mit Chorsinfonik und Sprechgesang sowie tänzerischen Zusatzaufgaben glänzte. Desgleichen das Orchester, das dem vielseitigen Anspruch zwischen den oben erwähnten stilistischen Elementen zwischen life gespielten Klangbildern und eingespielten Passagen, begleitenden Aufgaben und gestaltenden Parts gerecht werden musste...Einfache, schlichte Kostümformen mit bewusst gesetzten Farbkontrasten unterstrichen die tänzerischen Aussagen. Meisterhafte Beleuchtungsfacetten und das sparsame, aber effektvolle Bühnenbild mit seinem Licht- und Schattenspiel rundeten das äusserst spontan wirkende Bühnengeschehen ab...Starke Ausdruckstänze mit klassisch inspirierten Figuren, Modern Dance, Akrobatisches, Sinnliches und Folklore wechselten in den skizzierten Tanzbildern über das Menschsein auf der Suche nach Werten und Idealen...
MZ, 20.03.2006, BHÄ
 
Überwältigendes Gesamtkunstwerk
Frankenthal:...Die Geschichte vom Werden des Helden der sorbischen Mythologie, Krabat, wurde höchst lebendig und unterhaltsam erzählt und tänzerisch brillant umgesetzt.
Idee und Szenario stammen von Wolfgang Rögner, dem ehemaligen Generalmusikdirektor am Theater Erfurt und jetzigen Intendanten des Ensembles. Er war auch der souveräne musikalische Leiter dieser bühnentechnisch aufwendigen Aufführung. Subtil servierte er den gut gemixten Cocktail aus den verschiedenen musikalischen Stilrichtungen (Klassik, Moderne, Folklore, Jazz und dezent eingebrachte Elektronik) und der vielfältigen Rhythmik, vermischt mir dem eindringlichen Gesang und den betörenden Lyrismen des Chors. Mit dieser unkonventionellen Musik des Münchener Komponisten Enjott Schneider bereitete er den spannungsvollen Raum für fesselnden Ausdruckstanz.
Musik, Chor und Tanz stehen in diesem Werk gleichberechtigt nebeneinander. Wie in einem Kaleideskop ergänzten sie sich - die Musik klangschön und mit suggestiver Ausstrahlung, der Chor eindringlich mahnend oder sich aktiv und mit imponierender Natürlichkeit in das Geschehen einmischend - zu einem überwältigenden, überaus ästhetischen Gesamtkunstwerk. Dabei fanden die erfindungsreiche Choreographie (Kornel Kolembus) und logisch-feinsinnige Regie (Juraj Šiška) eine Fülle an tänzerischen Varianten für die diszipliniert und schwerelos getanzten Bilder und perfekt überhöhten Folklore-Tänzen.
Man spürte förmlich die Freude an der hoch expressiven und vitalen Körpersprache, die glänzend mit der Musik korrespondierte, an dem stark psychologisierenden Tanzstil, den geschmeidigen Hebungen und Drehungen, am legeren Austanzen der stetig wechselnden Bewegungsabläufe.
Unerhört musikalisch tanzt dieses Ensemble, setzt mühelos seine Figuren, liefert Szenen von sinnlicher Ausstrahlung. Wobei auch die Solisten -... -engagiert zu Werke gingen und professionelles Format zeigten...
Eine geschickt gelöste Bühnenausstattung..., glanzvolle Lichteffekte, eine farbenfrohe Kostümierung und einfühlsame Dramaturgie... rundeten den großartigen Abend ab.
Der Rheinpfalz, 3. 11 2005, mes
 
Faust und der böse Wolf
Lippstadt. Mit "Krabat" präsentierte das Sorbische National-Ensemble eine phantasievoll inszenierte Geschichte über die Erschaffung der Welt
 ...Dass "Krabat" als Bühnenstück trotzdem ausgezeichnet funktioniert, liegt an den von Juraj Šiška und Kornel Kolembus sehr phantasievoll inszenierten und choreographierten Einzelbildern und der überordenden Spielfreude des Ensembles, die sich sofort auf das Publikum überträgt. Herrlich abgedreht ist zum Beispiel die Verführung des Paares Krabat und Smjala durch die Schlange (Katharina Hirche), während die Begegnungen des Helden mit seinem ewigen Gegenspieler Wolf Reissenberg (schön finster: Marek Rajzik) von tiefster Grimmigkeit sind... Getragen wird die Ballettoper von der ebenso dynamischen wie abwechslungsreichen Musik von Enjott Schneider, die mühelos Oratorien-Gesang, Volksmusik und Industrial-artige Klänge miteinander verbindet.
Die Zuschauer bedankten sich bei dem Ensemble mit viel Applaus.
Der Patriot, 29.10.2005, bal
 
Von der irdischen und himmlischen Liebe
Germering - ...Es entstanden immer wieder neue Bilder, die dank der Choreographen Kornel Kolembus und Juraj Šiška an Ausstrahlung und Magie gewannen. Bilder, die nur andeuten und sich erst im Kopf des Zuschauers vervollständigten.
Mit einer klassischen Ballettaufführung hat die Inszenierung wenig zu tun. Musik, Chor und Tanz stehen gleichberechtigt nebeneinander und bieten ein eindrucksvolles Gesamtwerk. Die Musik selbst wechselt von der Klassik zur Moderne und verwendet immer wieder auch traditionelle sorbische Volksmusik....
Mit langem und intensivem Applaus verabschiedete das Publikum das Sorbische National-Ensemble aus Bautzen.
Münchner Merkur, Germering, 20.05.2005, Vera Tanzer
 
Krabats Sündenfall
Bautzen. Jubelovationen und Bravos beendeten die erste Aufführung der Ballettoper "KRABAT oder Die Erschaffung der Welt" in deutscher Sprache am Pfingstsonntag in der Bautzener Stadthalle "Krone". ..Rögner fungierte auch als profunder Dirigent des Abends, der mit Ballett, Chor und Orchester und bestens funktionierender Technik das gesamte Ensemble-Team zu bewegender Leistung herausforderte.gewichtige Künstlerpartner waren der Münchener Komponist Enjott Schneider... sowie die Choreographen Kornel Kolembus und Juraj Šiška. Letzterer führte auch Regie. Ein neues Bühnenwerk entstand,... das von der inspirierend effektvollen Tonsprache Enjott Schneiders lebt, dessen knappe Ausstattung und gediegene Kostüme lobenswert nahtlose Übergänge zu den Bilder gestalten (Miroslaw Nowotny). ... Sie (die Musik) fängt sorbische Folklore live und in Soundcollagen verschlüsselt ein, verlebendigt rhythmische sorbisch-slawische Wurzeln, dass es eine Lust ist, ihre tänzerisch-moderne Umsetzung zu erleben. Schönste Reigenzeremonien erfreuen, lösen feurige Tänze aus, die mal derb daherpoltern oder in archaischen Klangballungen toben... Und Ballett, Chor und Orchester unter Leitung von Wolfgang Rögner wurden mächtig gefeiert.
Sächsische Zeitung, 17.05.2005, Crista Vogel
 
Aufwendige Bühnentechnik und temperamentvolle Tänze
Eislingen - Eine bombastische Vorstellung des Sorbischen National-Ensembles erlebten die Besucher der Eislinger Sradthalle bei der Aufführung "KRABAT oder Die Erschaffung der Welt". Zu den gewaltigen Klängen des Orchesters wurde das Bühnenbild durch Lichteffekte ebenfalls zum Erlebnis. Nicht weniger Ansprechend wurde die Geschichte durch das Ballett tänzerisch umgesetzt....Entsprechend temperamentvoll wurde getanzt und gesprungen. Bühnentauglich und ansprechend umgesetzt wurde die sorbische Folklore von Juraj Šiška und Kornel Kolembus.
NWZ Göppingen, 14.05.2005, Axel Raisch
CMS Version 2.0 2009   Es sind 9 User online