Tanztheater
Dieses Tanztheater spannt quer „Durch die Zeiten“ einen dramatischen Bogen zwischen Tradition und Moderne: Getragen von moderner, auf sorbisch-slawischen Elementen beruhender Musik, erzählt die Inszenierung eine Geschichte über unglückliche Liebe, Rivalität, Eifersucht und Mord. Traditionelle sorbische Feste und Rituale wie das Maibaumwerfen, die Weinlese oder der Maskenball bilden dabei die bunte Kulisse – vor der sich die Facetten menschlicher Beziehungen auf berührende Weise auftun.
Die Darstellung erfolgt jedoch nicht traditionell, sondern ist eine Mischung verschiedener Stile, überwiegend getragen vom Ausdruckstanz. Die Kostüme sind zeitlos schlicht und vornehmlich über die Musik ist das Sorbische erkennbar.
Der Komponist Samuel Dalferth über seine Musik: „... ich würde sagen, es ist eine atmosphärische Mischung aus sorbischer Folklore, filmmusikalischen Elementen und anderen folkloristischen Einflüssen (Irish Folk, Slowakische Folklore), in der auch Anklänge an Dvořaks ‚Slawische Tänze‘ durchscheinen. Wichtig ist mir an der Musik auch, dass sie mit Leitmotiven für die Protagonisten durchwoben ist, mit welchen ich versucht habe, der Handlung durch die Musik eine gewisse Stringenz zu geben (zum Beispiel das Todesmotiv, mit welchem das Stück eröffnet wird und welches sich durch viele Szenen bis zur Todesmusik nach dem Eifersuchtsmord zieht oder das Liebesthema, welches je nach Szene sowohl in lyrischer Form als auch fanfarenartig gespielt im Stück auftaucht) ...“
Musik: Samuel Dalferth
Choreographie: Kornel Kolembus, Juraj Šiška
Tourneezeitraum: nach Vereinbarung, ausgenommen Januar
Programmdauer: ca. 80 Minuten +Pause
Besetzung: Ballett, Orchester