Zwischen den Generationen
Im ersten Teil des Abends wird das Tanzstück „Wendische Jugend – zwischen totem Tier und Quetschenklang“ gezeigt. Hinter diesem merkwürdig anmutenden Titel verbirgt sich die Inszenierung eines heiteren und besinnlichen Bildes von der sorbischen Jugend in Deutschland. Das Ballett beschreibt Emotionen und Probleme dieser, die 20 Jahre nach der politischen Wende längst im Europa von heute angekommen ist. Mit einem neuen, selbstbewussten Umgang mit der eigenen kulturellen Identität lösen sie sich von der Traditionspflege ihrer Eltern und Großeltern, ohne sich jedoch völlig davon abzunabeln.
Untermalt werden die einzelnen, voneinander unabhängigen Szenen mit Musik der Cottbuser Band „Die Folksamen“. Ihr Markenzeichen ist ein brodelnder Mix aus treibenden Rhythmen, die sich mit Ohrwürmern ausgewachsener Melodien und ungebremster Tanzwut vermischen. Neben traditionellem Liedgut aus der sorbischen Niederlausitz bearbeiten sie auch Melodien aus Irland, Nordamerika oder Frankreich.
Musikalisch konträr setzt sich der Abend fort: Im zweiten Teil zeigt die SerbskaGmbH mit ihren engagierten sorbischen und deutschen Texten, dass Rap längst auch in der Lausitz zu Hause ist. Mit ihrer ehrlichen und kompromisslosen Musik möchten sie das wahre Leben reflektieren, die Jugend für die Musik und Kultur begeistern und für das Sorbische sensibilisieren.
Das Ballett unterstützt die jungen Musiker an diesem Abend mit modernen Tänzen in einer aufregend neuen Choreographie. Die speziell dafür arrangierte Musik wird gespielt vom "Sound Rap Orchestra" des SNE.
Musik: Die Folksamen (1. Teil) / Matthias Schön (2. Teil)
Choreographie: Michael Apel (1. Teil) / Barbora Briešková (2. Teil)
Tourneezeitraum: nach Vereinbarung,ausgenommen Januar
Programmdauer: ca. XX Minuten zzgl. Pause
Besetzung: Ballett (1. Teil) / Ecklon, Serbska GmbH, Orchester (2. Teil)