Tanztheater
Träume und Visionen von Gleichberechtigung und Freiheit, die Macht der Liebe oder das Erleben übernatürlicher Kräfte – solche und ähnliche Motive sind Themen der sieben sorbischen Balladen, die tänzerisch dargestellt werden.
Das, was einst mündlich überliefert worden ist, haben sorbische Dichter literarisch umgesetzt. Diese rezitierten Werke beginnen und enden jedoch nicht mit dem ersten und letzten Dichtergedanken, sondern erleben mit der künstlerischen Verflechtung von Wort, Musik und Tanz eine neue Dimension ihrer Interpretation.
Jede der sieben Balladen ist einem bestimmten Thema gewidmet – wie dem vergeblichen Kampf einer Mutter um ihren kleinen Sohn, nicht dem Werben des Wassermanns und seiner Töchter zu verfallen, der Sehnsucht der Sorben nach Freiheit und Unabhängigkeit, dem Wehren einer Braut gegen den Junker und seine brutale Forderung nach dem „Recht der ersten Nacht“, den Hexen in der Walpurgisnacht, dem Liebesleid einer verlassenen Frau, dem Sieg über die Pest und damit dem Sieg über das Leben. Und doch bilden sie eine Einheit, in welcher sich das Fühlen und Denken der Sorben in unterschiedlichen Epochen, die sorbische Seele widerspiegelt.
Libretto, Musik und Regie: Liana Bertok
Choreographie: Katharina Klitzsch, Soña Rybarova, Mia Facchinelli-Šiška, Alexandra Wagner, Kornel Kolembus, Vadym Kovalov
Tourneezeitraum: nach Vereinbarung, ausgenommen Januar
Programmdauer: ca. 90 Minuten+Pause
Besetzung: Ballett, Orchester und Sprecher